4 Gedanken zu „Franz Hörmann vorgestellt durch Rudi Kulovic

  1. Lieber Rudi,
    danke für dieses sehr interessante Video. Meine Intuition sagt mir, dass das ein Ort sein könnten, an den wir wollen … EIne wunderbare Vision für den dritten Horizonnt. Gibt es denn auch schon Übergansszenarien oder konkrete Anwendungsfälle, wo ein ähnlich gelagertes System ausprobiert wurde?

    Auch fände ich es furcthbar interessant, das mal zu modellieren bzw. als Computerspiel für Aufklärungszwecke umzusetzen.

    liebe Grüße
    Inge

  2. Danke Inge für dein Interesse!
    Ja, ich arbeite daran, durch Impulsvorträgen und Workshops zum Thema. Es ist ganz einfach und trotzdem kompliziert! Die Umsetzung wäre ja ganz einfach aber das ganze hat einen Hacken, die Menschen! Sie haben wenig Interesse an etwas Neuem!
    Also ich benötige dazu eine Gruppe (ca.ab 3000 für die Vereinsbildung) von interessierten Menschen, in einer Region, zB. bei mir in Feldbach, Vulkanland.
    Weiters, brauche ich den Bürgermeister dieser Region dazu. (Ist sicher dabei, wenn ich die 3000 interessierten Bürger vorweisen kann.)
    Ich bin mit unserem Bürgermeister in Kontakt darüber. Auch mit den Regionalen Unternehmen habe ich kein Problem.
    Die Beschreibung: “Gemeinwohlzukunft” “Gutes Leben für alle”. Vulkanland Zeitwert, Regionalwährung, maile ich dir zu.
    LG Rudi

    1. Lieber Rudi,
      was mir noch auf einer konzeptionellen Ebene eingefallen ist: Wie stellt diese Ökonomie sicher, dass nicht-erneurbare Ressourcen (z.B. Kupfer, Lithium) fair verteilt werden bzw. dass regeneratives Wirtschaften gefördert – destruktives Wirtschaften gestoppt – werden.

      Es gibt ein spannendes Papier des Stockholm Resilience Centre über die 9 Planetaren Grenzen und wie wir innerhalb dieser alle Freiheit haben, aber dennoch diese nicht überschreiten dürfen, wenn wir auch späteren Generation die Erde gesund hinterlassen möchten. Während ich der Fülle-Ökonomie viel abgewinnen kann, funktioniert diese in der materiellen Welt nur, wenn wir eine wahre Kreislauföknomie nach Braungart (Cradle2Cradle) schaffen in der die Produkte der Zukunft regenerierend die planetaren Kreisläufe wieder aufbauen (und nicht degenerieren). Mein Bauchgefühl sagt mir, dass eine neue Geld- und Wirtschaftsordnung dies integriert haben sollte. Anders gesagt: wie wird sicher gestellt, dass in dem Bemühen, auf lokaler Ebene eine Fülle an allen möglichen Dienstleistungen und Produkten zu schaffen, wir nicht in die Tragik der Allmende tappen und wir die Fülle auf Kosten der Substanz (fruchtbarer Boden, Biodiversität, übersäuerte Meere, Eutrophierung) aufbauen?
      Mein erstes Gefühl sagt mir, dass die Idee nur ökologisch vertretbar ist, wenn man gleichzeitig sicher stellen kann, dass das die Fülle (genug Restaurantplätze für alle, genug Steaks für alle, genug Plätze im Flieger für alle, etc.) nicht den gleichen Wachstumswahn (und damit Überschreitung der ökologischen Kreisläufe) wie der momentane Zinseszins auslöst? Es müsst ein Anreizsystem geben, für die, die es schaffen ein ganze Dorf mit Schnitzel zu versorgen, die aus einer Permakulturanlage stammen, aber nicht die, die es schaffen genug Schnitzel aus einer pharmazeutischen Massentierhaltung herzubringen.
      Eben deshalb wäre ein Modellierung des ganzen sehr spannend um auch zu sehen, ob und wie sich das auf die ökologischen Kreisläufe auswirkt.

      liebe Grüße
      Inge

  3. Liebe Inge,
    nochmals vielen Dank für dein aktives mitdenken und die Fragen! Wenn keine Fragen gefragt werden, auf was hin sollen wir erfahren, Antworten erhalten? Ich habe mein ganzes Leben Fragen gestellt.
    Zum Thema: Wenn uns unsere Sehnsucht nach Lösungen finden treibt, werden wir sie auch finden! Auch Ziele zu vereinbaren ist ein wichtiger Schritt.
    Z.B.: Weltfrieden, Welternährung (Grundbedarfsabdeckung für alle Menschen dieser Welt), Weltbildung, Umweltschutz, dieses muss jedoch getragen werden vom Geist der Orientierung, des erreichen Wollen, des Durchhalten, des erwarten dürfen, Hoffnung und Zuversicht!
    Beginnen müssen wir bei uns selbst! Eigener persönlicher innerer Frieden, Frieden in der Familie und meiner Umgebung. Rohstoffe und Erzeugnisse nicht vergeuden, Qualität erzeugen, Kreislaufwirtschaft, nicht wegwerfen müssen. Neues lehren und lernen in unseren Bildungseinrichtungen. Unsere Umgebung rein halten, Zigarettenstummeln nicht fallen lassen, Hundekot aufsammeln und in die vorhandenen Sammelstellen entsorgen, keinen Abfall fallen lassen, Papier, Flaschen usw.
    Spiritualität und Andersdenkende (Visionäres) zulassen. Das wäre ein guter Ansatz, Beginn.
    Knappe Rohstoffe (Ressourcen), werden im Sinn des Gemeinwohles, des kooperativen Handelns verwendet werden. Es wird alles nur mehr im Nutzen von uns Menschen erzeugt werden, weil es unsere Vereinbarung ist. Wir haben nur mehr den Anreiz beste Qualität für uns zu erzeugen. Das gegenseitige Vertrauen ist wieder vorhanden.
    Wir werden das miteinander “Können” gelernt haben. Das zur Visionsvorstellung!
    Umsetzung – Beginn: Informationsaustausch, darüber reden, einander ermutigen es zu probieren. Wir müssen unsere Sehnsucht für das Neue entwickeln und Schritt für Schritt in die Zukunft gehen. Vertrauen auf die Verwirklichung erlangen, weil wir es bereits denken können. Die Umsetzung wird sich durch unser mittun entwickeln.
    Es ist genug für uns alle da, wir leben bereits im Überflusszeitalter! Das gerechte Verteilen ist unsere Herausforderung. Mit welchem Wirtschaftsmodell kann es erreicht werden, gelingen?
    Liebe Grüße
    Rudi

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