Zum Inhalt springen
Forum Seitenstetten

Forum Seitenstetten

GELD ↔ MACHT ↔ GUTE WELT

Primäres Menü
  • 12. Forum Seitenstetten 2026
  • Inhalte
    • Übersicht Initiativen & Konzepte
    • Vergangene Foren
      • Forum Seitenstetten 2021 Zusammenfassung
      • Ideenbörse 2021
      • Ergebnisse des Forum Seitenstetten 2022
      • Impressionen 2022
    • Artikel
      • Lösungen
      • Analysen
      • Internes
    • Auswegdialoge
    • Videothek
    • Videothek
  • Über uns
    • Vision
    • Das Kernteam
    • Mitwirkende
    • Impressum
  • Mein Profil
    • Anmelden
    • Registrieren
  • Start
  • Macht
  • Modern Monetary Theory (MMT) und eine regenerative Zukunft?
  • Geld
  • Horizont 2 Lösungen
  • Macht

Modern Monetary Theory (MMT) und eine regenerative Zukunft?

Inge Patsch 27. Mai 2025 3 Minuten gelesen
MMT-Regenerative Zukunft

Von der vermeintlichen Knappheit zur politischen Gestaltungsfreiheit – Ein Beitrag zur Reflexion und kritischen Diskussion über Geldschöpfung, Souveränität und Gemeinwohl.

„Es fehlt an Geld.“ – Dieser Satz hallt wie ein Mantra durch politische Debatten, wenn es um dringend notwendige Transformationen geht: Entgiftung der Meere, grüne Chemie statt Erdölwirtschaft, Renaturierung versiegelter Städte, Bildungs- und Traumaarbeit, Klimaanpassung und soziale Gerechtigkeit. Dabei ist Geld nicht die eigentliche Knappheit. Es fehlt vielmehr an Vorstellungskraft – und am politischen Willen. Genau hier setzt die Modern Monetary Theory (MMT) an und bringt eine hoffnungsvolle Botschaft: Das Geld für das Gemeinwohl ist da. Wir müssen es nur verstehen – und wollen.


MMT: Was steckt dahinter? Eine kurze Einführung

Die MMT ist keine Utopie, sondern eine makroökonomische Schule mit radikaler Klarheit: Staaten, die ihre eigene Währung herausgeben (wie die USA, Großbritannien, Japan oder auch der Euroraum mit Einschränkungen), können niemals „kein Geld mehr haben“, solange sie in ihrer Währung Schulden aufnehmen. Sie drucken nicht einfach Geld, sondern schaffen es über Staatsausgaben – und löschen es durch Steuern. Geld wird so zum öffentlichen Werkzeug, nicht zur privaten Ware. Es dient in erster Linie nicht der Akkumulation, sondern der Organisation realer Ressourcen.

Kernthesen der MMT:

Die einzig relevante Grenze staatlicher Ausgaben ist die reale Kapazität der Wirtschaft (z. B. Arbeitskraft, Energie, Ressourcen) – nicht ein Haushaltssaldo.

Staaten mit eigener Währung können nicht pleitegehen. Sie können jederzeit Staatsausgaben tätigen, solange sie in ihrer Währung zahlen.

Arbeitslosigkeit ist eine politische Entscheidung. Der Staat kann „Arbeitgeber der letzten Instanz“ sein und Vollbeschäftigung schaffen, ohne Inflation, wenn es genug reale Ressourcen gibt.

Steuern finanzieren nicht die Ausgaben, sie schaffen Nachfrage nach der Währung und regulieren Inflation.

Der Diskurs braucht Tiefe und Breite

Im Vergleich zu visionären Ansätzen wie Gradido oder FairNAwi, die mit Konzepten wie Schwundgeld, Lebensgeld oder vollständig gemeinwohlorientierter Allokation arbeiten, bleibt die MMT innerhalb des bestehenden Systems. Aber genau dadurch erreicht sie eine breite Wirkung: Sie bietet ein Analysewerkzeug, das auch in der Realpolitik anschlussfähig ist und Argumentationsgrundlagen für progressive Haushaltspolitiken liefert.

Offen bleiben jedoch Fragen:

  • Wie sieht die MMT den Artikel 123 AEUV, der monetärer Staatsfinanzierung enge Grenzen setzt?
  • Wie lassen sich Schuldgeldsysteme reformieren, ohne gesellschaftliche Polarisierung zu erzeugen?
  • Wie kann ein geldpolitischer Diskurs so gestaltet werden, dass demokratische Mitbestimmung über die Geldschöpfung möglich wird?

Fazit: Geld als politisches Werkzeug neu denken

Egal ob MMT, Gradido oder FairNAwi: Am Ende geht es um einen Wahrnehmungswandel. Geld ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbares Mittel, das dem Gemeinwohl dienen kann und sollte. Die Einladung zur Diskussion ist offen: Wer wirtschaftliche Souveränität will, muss auch die Spielregeln der Geldschöpfung in den Blick nehmen.

Es ergibt keinen Sinn, weiter zu fragen: “Woher soll das ganze Geld kommen?” oder gar zu behaupten: “Erst muss die Wirtschaft wachsen, dann können wir ökologische oder soziale Herausforderungen angehen.” Geld ist ein soziales Konstrukt – und genau deshalb können wir es so gestalten, dass es dem Leben dient. Es ist an der Zeit, unser Geldsystem als Teil der Lösung zu begreifen – als Werkzeug, mit dem wir beginnen, den Planeten zu heilen und eine regenerative Zukunft zu ermöglichen.

Über den Autor

Inge Patsch

Inge Patsch

Administrator

Als Sozialunternehmerin und Systemarchitektin bin ich auf der Suche nach den Puzzlestücken und immer auf der Suche nach Schlüsselsteinen im System um die Welt zu verbessern.

Besuchen Sie die Website Alle Beiträge anzeigen

Beitragsnavigation

Zurück: Das Manifest 2025 – Für eine zukunftsfähige Gesellschaftsgestaltung

Verwandte Geschichten

bruecken_Bauen_Artikelbild
  • Geld

Briefe an Superreiche: Bitte um den Bau von Brücken, um Interesse an der Geldfriedensarbeit!

Josefa Maurer 5. Juli 2026
Jimmy C. Gerum 2023
  • Gute Welt
  • Macht

Frieden braucht Meinungsvielfalt

Jimmy Gerum 23. April 2026
Flyer_270925_Wien
  • Diverses
  • Geld
  • Gute Welt

Großes Kooperationsevent in Wien – wir sind dabei!

Inge Patsch 27. August 2025

Das hast du vielleicht versäumt

bruecken_Bauen_Artikelbild
  • Geld

Briefe an Superreiche: Bitte um den Bau von Brücken, um Interesse an der Geldfriedensarbeit!

Josefa Maurer 5. Juli 2026
Wasser umspült kraftvoll einen Felsen
  • Gute Welt
  • Internes
  • Lösungen

Fesseln des Unrechts füreinander lösen

Josefa Maurer 23. April 2026
20160416-IMG_3445
  • Analysen

Menschheit als Organismus

Josefa Maurer 23. April 2026
Jimmy C. Gerum 2023
  • Gute Welt
  • Macht

Frieden braucht Meinungsvielfalt

Jimmy Gerum 23. April 2026

wichtige Links

Auswegdialoge

Über Uns

Vision

Impressum

Datenschutz

Kontaktdaten

Kontakt: Interessensgemeinschaft Forum Seitenstetten Organisationsteam

Tannengasse 1
3352 St. Peter/ Au

Medieninhaber: Josefa Maurer und Hon. Univ. Prof. Dr. Heinrich Wohlmeyer

info@forum-seitenstetten.net Wir haben ein Konto bei einer ethischen Bank, dem Umweltcenter Gunskirchen:

IBAN AT74 3412 9000 0022 3040

Technisches

Wir verwenden Matomo Analytics, um mehr über unsere Besucher zu erfahren.

Opt-out complete; your visits to this website will not be recorded by the Web Analytics tool. Note that if you clear your cookies, delete the opt-out cookie, or if you change computers or Web browsers, you will need to perform the opt-out procedure again.

You may choose to prevent this website from aggregating and analyzing the actions you take here. Doing so will protect your privacy, but will also prevent the owner from learning from your actions and creating a better experience for you and other users.

The tracking opt-out feature requires cookies to be enabled.

Webseite wird verwaltet von Monon e.U.

Urheberrecht © Alle Rechte vorbehalten. | MoreNews von AF themes.