Mitschrift Dialog: Irmgard Stadler, Gernot Jochum-Müller, Harald Orthaber

Konstruktiver Dialog am 9.April 2021 im Rahmen des FORUMS SEITENSTETTEN 2021

Mitschrift durch Nina Krämer

 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme auf den PunktSPIEL zur Verdeutlichung der SOZIALEN DREIGLIEDERUNG  Rollenspiel zu WAS IST GELD, was ist GELDSCHÖPFUNG, WRITSCHAFT, GESELLSCHAFT…
Maßnahmen beschreibungSoz. Dreigliederung nach Rudolf Steiner siehe wikipediaSPIEL = interaktiver Workshop (Rollenspiel) zur Erfahrbarmachung vonWie funktioniert WirtschaftWas ist Geld(schöpfung)Gesellschaft/Gemeinschaft/BasisdemokratieIst buchbar bei Irmgard Stadler und Forum Seitenstetten (präsentes Forum)Dauer: Mind. 3 Stunden 
DiskussionsmitschriftHarald über Irmi: supergeniales Spiel, selber gemacht vor Jahren. Ist Erfahrensbericht – wichtig (Harald arbeitet auch mit Erlebniswissenschaftler Gerhard Frank zusammen).Gernot: emotioneller Zugang ist wichtig. Spiel spiegelt emotionale Komponente , die so wichtig ist um Verhalten und Ökonomie zu verstehenAm eigenen Leib spüren…  Man muss es am eigenen Leib erfahren, was Geld ist
Selbstbestimmt / fremdbestimmtSelbstbestimmt unter Anleitung (Workshop/Spiel) 
Einfach / schwierigeinfach 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme3x 
 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme auf den PunktKONSTRUKTIV und PRAKTISCH WERDEN: Optimismus behalten + Fehler zulassenRahmen für Experimente schaffenEinfach selber tun und Gutes rausholenAusprobieren:ExperimentierenVielfalt der Lösungen zulassenEvolution der verschiedenen 100 Wege
Maßnahmen beschreibungDas Positive in Ansätzen sehen.Anerkennen dass es viele Ansätze/Lösungen gibtVoneinander wissenAusprobieren undVoneinander lernen  
DiskussionsmitschriftIrmi über Harald: Er als Mensch und Initiative („PRO NA WI“) so offen – Ansatz so weitereichend und umfassende Lösungen gesucht…Gernot über Irmi: bewundernswert, dass sie nie aufgibt und so dranbleibt! So wichtig. Gleiches gilt für HaraldDenn: WIR HABEN DEN STEIN DER WEISEN NOCH NICHT GEFUNDEN – WIR SIND ALLE NOCH AUF DEM WEG. + ergänzt später: EINE gemeinsame Lösung = ÜberforderungEs gibt ein paar 100 verschiedene Wege – wichtig: einander die Wege berichten und voneinander lernen Motto von ASHOKA: JEDER IST EIN CHANGE MAKER!!! Wir müssen anerkennen, dass es wohl MEHRERE WEGE GIBT. Evolution der verschiedenen Strömungen [Silke Helfrich und David Bollier beschreiben diesen Prozess als “Sich in Vielfalt gemeinsam ausrichten” http://muster.des.commoning.wiki/view/welcome-visitors/view/felder-des-commoning/view/selbstorganisation-durch-gleichrangige/view/sich-in-vielfalt-gemeinsam-ausrichten]  Irmi über Gernot: beeindruckend, wie optimistisch er ist, dass wir Spielregeln neu überdenken und daher auch gestalten können. Plus: Er fordert auch rechtlichen Rahmen fürs Experimentieren Gernot plädiert für eine POSITIVE Bewertung aller Versuche von Alternativansätzen. NEUE ERZÄHLUNG – Debatten neu einordnen: einmal hat ein bestimmtes Werkzeug geholfen, ein andermal nicht. Aber immer volkswirtschaftlicher Effekt.  Harald ergänzt am Ende:Ja es geht bei unseren Projekten eigentlich um ERLEBNISWERKSTÄTTEN bzw. ZUKUNFTSWERKSTÄTTEN= Spielregeln ausprobieren: was ist Geld/Arbeit/Ressource und wie hängt alles zusammen – und was brauche ich an Technik, Handarbeit, was kann ich allein. Wo brauche ich andere. Gedanken von R. Steiner einfließen lassen: was ist notwendig zu Grundversorgung(bedingungslos) und wo braucht es mehr/ere? GELD MUSS MAN SPÜREN. Bzw. ARBEITSLEISTUNG am eigenen Leib erfahren      Paul Ray„Gruppe der kulturell Kreativen“ wächst jedes Jahr um 1-3 % – aber alle für sich fühlen sich alleine.  Ausprobieren:TAUSCHSYSTEMETAUSCHBÖRSENZEITWÄHRUNGZEITPOLSTERREGIONALWÄHRUNGJe nach Kontext und Umstände – in der KRISE ist Schweizer „WIR“- Währung wichtiger sonst eher der Franken  BEISPIELE zu finden:www.enkeltauglich-leben.org www.eingutertag.org www.talente.cc www.allmenda.com(gibt Überblick über Regionalwährungen) www.zeitpolster.com(für Rente) + Projekte auf www.pronawi.atz.B. Startprojekt „Alternative Wirtschaftsgemeinschaft“ Waldviertel-Wien“ nach dem Vorbild S-KoreaHansalim  Selber erleben
Selbstbestimmt / fremdbestimmtselbstbestimmt 
Einfach / schwierigeinfach 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme2x 
 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme auf den PunktZeittausch-SystemeZEIT als WÄHRUNG
Maßnahmen beschreibungKreise/Initiativen beitreten oder gründen, wo Zeit Währung ist. Inkl. Ansparung für später Zeit für alle gleich1 Stunde = 1 Stunde für alle sichtbar machen Projekt von PRONAWI „Alternative Wirtschaftsgemeinschaft“:Jeder kauft Landwirtschaftsprodukte nach eigenem Stundenlohn (je mehr ich verdiene, desto teurer ist Produkt)= auch Sozialausgleich Beispiel wie oben von Gernot:TAUSCHSYSTEMETAUSCHBÖRSEN
ZEITWÄHRUNG
ZEITPOLSTER 
DiskussionsmitschriftIrmi über Harald: wie schon Titel seiner Intiative „Pro Nachhaltiges Wirtschaften“ besagt, geht es um gerecht empfundene Beiträge für den Menschen vs. begrenzte Ressource Natur (ist selbst Demeter Landwirtin  Fairnesss und Schonung der Ressourcen!). Haralds Zugang super, dass jeder seinen Anteil an der Erde schonen soll, und dafür belohnt wird. Und FAIRER LEISTUNGSAUSTAUSCH IST DER ANSTEHENDE SCHRITT IN DER MENSCHHEITSENTWICKLUNG! Gernot zu Harald: „NaWi“ klingt wie „Navy“ = Zugang über die Frage des FLÄCHENVERBRAUCHS für all unsere Konsumation!  Austauschmodell der ZEIT (nicht qualifiziert) denn die IST FÜR ALLE GLEICH = Ressource von Gesellschaft (ist doch absurd, dass wir anders denken und z.B. gerecht finden, wenn ein Studierter mehr verdient als einer mit hochqualifizierter Lehrausbildung) Später:Zeit“währung“  also Stunden zu bilanzieren wie bei ZEITPOLSTER  gut für ZivilgesellschaftHarald ergänzt: Preis nach Stundensatz und Zeittauschsystem hat zum Ziel, die GLEICHWERTIGKEIT von Arbeit aufzuzeigenHarald fragt konkret Gernot, warum die meisten Projekte wie Tauschbörsen und Regionalwährungen wieder einschlafen. Bzw. viele ihre Ideen einbringen, aber sich nicht auf EINE Idee einlassen können, wenn sie von jmd. Anderem kommt. Man sollte doch die SCHNITTMENGE finden können, sich von Politik nicht auseinander dividieren lassen. Eindruck: wenn Initiativen klein sind, dann gut, wenn es aber läuft, schlafen sie ein oder schaffen den Sprung nicht zu professioneller Struktur?Seine Antwort: Erzählung kenne ich, aber ich teile sie nicht. ES GIBT VERSCHIEDENE SYSTEME FÜR VERSCHIEDENE KONTEXTE. Geld ist Werkzeug. Auch alternatives „Geld“. Sollte keinen Selbstzweck haben. Wenn Werkzeug nicht mehr gut, dann auf zum nächsten. Entwicklung weder gut noch schlecht, solange volkswirtschaftlicher Nutzen! Es geht immer um Intention bzw. Nutzen = Bedürfnisse der Menschen, nicht um Umsätze, Teilnahmezahlen, Erfolge des Projekts. Manche Werkzeuge nur für Krisen gut. ES IST ILLUSORISCH DAS JETZIGE GELDSYSTEM KOMPLETT ABZUSCHAFFEN.UndEs braucht BASISAUSTAUSCHMITTEL (z.B. Zeit, aber auch andere) zwischen LEISTUNG und NATUR mit REALEM BEZUG. Währung muss WERTIGKEIT widerspiegeln. (und auch hier wieder VIELFALT weil unterschiedliche Wertigkeiten von Arbeit und Produkten in Regionen)VIELFALT REGIONAL LEBEN UM VIELFALT GLOBAL ZU ERREICHEN             Erinnert ihn an Kate Roberts Donauökonomie      1 STUNDE (Leistung/Arbeit) = 1 STUNDE  sichtbar machen www.zeitpolster.com  Projekt bei PRONAWI:Nachhaltigkeit sichtbar machen
Selbstbestimmt / fremdbestimmtselbstbestimmt 
Einfach / schwierigeinfach 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme2x 
 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme KurzVisionsbild schaffenVISION = ZIELWas wollen wirIn 20-30 Jahren? Visionsbild statt Feindbild vermittelnUnd:Was ist Geld – was soll es sein?
Maßnahmen beschreibungDie zentrale Frage nach dem, wo wir alle eigentlich hinwollen (diskutieren und transportieren) 
DiskussionsmitschriftIrmi: Das Problem ist eigentlich WAS IST GELD? Für mich zentrale Frage, auf die es noch keine Antwort-Lösung gibt…Irmi über G: Er zeigt wunderbar auf, dass Umverteilung von Riesenapparat der Steuern sehr INEFFIZIENT ist. Und auch wie unsere Wirtschaft funktioniert. Geldmengen sind in Bezug auf Realwirtschaft viel zu aufgeblasen.Es gilt Kreativität zu entfesseln.Harald und Gernot über Irmi: Spiel und emotionaler Zugang wichtig, damit alle verstehen… Irmi: BASIS muss erst geklärt sein um überhaupt Zukunft neu zu gestalten. [ergänzt-erklärt: „Basis“ = Geld zu verstehen = Warum wirtschaften wir? Was ist Wesen des Geldes? Geld ist Buchhaltung… und: ES GIBT KEINEN INTERESSENSKONFLIKT VON GEIST-WIRTSCHAFT – RECHT](Irmis Wunsch, dass neue Erkenntnisse bei jedem ankommen. Bei ihr Schmerz groß aus Eigenerfahrung als Landwirtin, dass Wirtschaft krank ist/macht – will Erde schützen: „Deshalb bin ich aktiv“)Irrlichternde Ideen und Projekte sind nicht gut, sondern geht um Basis.  EINE LÖSUNG ÜBERFORDERTFalsche Frage „Was ist richtig?“ oder „Was ist die eine Methode?“ sondern es geht darum EINE TRAGFÄHIGE VISION ZU FINDEN, WO WIR ALLE IN 20-30 JAHREN SEIN WOLLEN. Die Experten sind gefragt, dass sie ein VISIONSBILD schaffen.Geht nicht darum GEGEN etwas zu kämpfen, müssen wir hinter uns lassen. Geht nicht um große oder kleine Tauschsysteme, sondern um LEBEN und unsere BEDÜRFNISSE, die wir in HOHER SOZIALER und ÖKOLOGISCHER NACHHALTIGKEIT leben sollten. Wertschätzung für die Dinge und Ideen, die schon da sind und funktionieren = was können wir leben!Was sind Intentionen und Bedürfnisse von uns Menschen – geht nicht um Umsätze und Zahlen.GELD und TAUSCHMITTEL sind nur ein WERKZEUG und nicht SELBSTZWECK – und je nach Zeit und Umständen sind unterschiedliche Werkzeuge notwendig. Aber ZIEL und VISION müssen klar sein. Lösung ist nicht nur neues Werkzeug bzw. neues Tauschmittel. Sondern System, wo Werkzeug nicht Selbstzweck hat. WIR BESTIMMEN DIE SPIELREGELN Irmi ergänzt:Sklaverei zwar offiziell abgeschafft im Sinne der Leibeigenschaft, aber Arbeit steht über Mensch… Geldfrage ist vor allem MACHTFRAGE übereinander! Deshalb ist die Basis, dass wir das verstehen…  Wirtschaft muss vom Recht abgegrenzt werden  Buch u.a. von Gernot Jochum Müller:„ZUKUNFT OHNE GELD“ erschienen im Jan 2021
Selbstbestimmt / fremdbestimmtSelbstbestimmt: Kann jede_r nachdenken – Expert_innen müssen weiterringen 
Einfach / schwierigEinfach – Das Schwierigste? 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme2x 
 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme auf den PunktSoziale Dreigliederung“ nach Rudolf SteinerRecht- Wirtschaft-Geistauf Geldfrage anwenden   Verknüpfung von (Problem/Ausweg)GELDARBEITNATUR bzw. RESSOURCEN  Soziale Dreigliederung“ nach Rudolf Steiner 
Maßnahmen beschreibungGeist des Menschen ist mehr als Geld.  
DiskussionsmitschriftHarald über Irmis Spiel und anthroposophischen Zugang:Zum ersten Mal die Preisbildung verstanden. WICHTIG! Geld und Wirtschaft sind gesellschaftliche Vereinbarungen.  
Selbstbestimmt / fremdbestimmtUmsetzung: alle in Zivilgesellschaft.Denken: selbstbestimmt 
Einfach / schwierigAndenken einfach 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme2x 
 MitschriftKonsolidierung
Maßnahme auf den PunktNahbeziehung zur NaturRegionalität fördernRegionales Konsum und Handel
Maßnahmen beschreibung  
DiskussionsmitschriftIrmi über Gernot: 25% von Zeit und Leistung bei Produktion sollte in der Region bleiben = super Ansatz. Harald PRONAWIProjekt zum Klimafonds eingereicht und dann selber gemacht.TOOL im BIOMASSE FOOTPRINT erfassen Startprojekt s.o.  
Selbstbestimmt / fremdbestimmtSelbstbestimmt als Konsument. Spannender zusammen 
Einfach / schwierigalles 
Anzahl der Nennungen in Runde 4 als geeignete Maßnahme3x 

Ein Gedanke zu „Mitschrift Dialog: Irmgard Stadler, Gernot Jochum-Müller, Harald Orthaber

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