Bronzezeitliche und antike Handelswege lassen sich gut anhand der Hortfunde verfolgen, die zu Tausenden überall in Europa und Asien ausgegraben worden sind.
Bronzegeräte, Gerätegeld, Bronzebruch, Kümmerformen und Münzen hat die Archäologie wieder ans Licht gebracht, oft Jahrtausende nachdem sie vergraben worden waren.
Erz, das der Erde mühsam durch Bergbau und Verhüttung abgerungen worden war, war der Erde durch Vergraben zurückgegeben worden. Hortfunde sind so auch Sinnbild sinnloser Arbeit, denn die gesamte in die Herstellung dieser frühen Zahlungsmittel investierte – mühevolle, schweißtreibende und Wälder vernichtende – Arbeit wurde durch das Vergraben des Hortgeldes faktisch vernichtet.
Hortgeld zeugt aber auch vom Sparwillen der Menschen, ganz ohne Zinserwartung. Gespart wurde in jener Zeit allerdings im Wesentlichen von Kaufleuten, denn mit dem Entstehen des Geldhandels wurde Geld zu einer Voraussetzung für den Handel.
Aus der Notwendigkeit Handelskapital zu bilden, entwickelte sich der Zwang zum Bilden von Eigenkapital, also zur Vermögensbildung über den Konsumbedarf hinaus.
Mit dem in der Bronzezeit entstehenden Zwang und bald auch Hang zur Kapitalakkumulation beginnt die lange, grausame Geschichte der Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Diese Geschichte wird erst ein Ende finden, wenn wir den Zwang zur Bildung von Eigenkapital auflösen.
Gespaltene Kerbhölzer sind eine Möglichkeit, ein Verrechnungsmittel ohne vorherige Kapitalakkumulation direkt im Handel entstehen zu lassen. Es braucht