Reich werden durch Zinseszins, das lässt sich wunderschön in Kurven darstellen. Dabei bleibt die Frage, wo die erste Million herkommt, die als Spargeld angelegt wird, stets ausgeblendet.
Diese erste Million ist niemals zusammengekommen, weil ein Kind sein Taschengeld nicht für Eis oder eine Fahrt mit der Achterbahn ausgegeben, sondern stattdessen aufs Sparbuch eingezahlt hat. Es würde 100 Jahre dauern, in denen kontinuierlich 10% Sparzinsen gezahlt werden, bis aus den 100 Euro gespartem Taschengeld etwas mehr als 1 Million Euro geworden sind.
Es würde weitere 75 Jahre dauern, bis aus der ersten Millionen bei weiter kontinuierlich 10% Sparzinsen 1 Milliarde geworden sind. Dann ist auch die Erbengeneration des sparsamen Kindes längst verstorben, ohne je auch nur einen Cent des Geldes ausgegeben zu haben.
Durch Sparen sind noch nie große Vermögen entstanden. Vielmehr haben Inflationen, Währungsschnitte und Währungsreformen gerade die Sparguthaben der kleinen Leute immer wieder vernichtet.
Der Traum, durch Zinseszins reich zu werden, lenkt von der eigentlichen Quelle des Reichtums ab – dem Profit. Nicht Sparen, sondern gewagt investieren, riskant spekulieren, geschickt kaufen und verkaufen ermöglichen Mehreinnahmen, die schnell zu einem Vermögen anwachsen. Doch nur selten boomt die Wirtschaft derart, dass legale Geschäfte zweistellige Renditen abwerfen. Die braucht es, um in nur einem Leben ein mehrstelliges Milliardenvermögen anzuhäufen.
Fehlen rentable Geschäftsfelder, hilft ein Gesetz wie CETA, einkalkulierte, aber entgangene Profite von Regierungen einzufordern. Dazu sind jedoch nur die wirklich großen Player in der Lage. Um in dieser Liga mitzuspielen, gilt es sehr schnell sehr reich zu werden. Der Zinseszins reicht dazu nicht aus.
Gespaltene Kerbhölzer sind eine Möglichkeit, ein Verrechnungsmittel ohne vorherige Kapitalakkumulation direkt im Handel entstehen zu lassen. Es braucht