Fesseln des Unrechts füreinander lösen

Bereits mehr an Hintergrundwissen über die wesentlichste Wurzel von Kriegen, könnte uns dem Frieden sehr viel näher bringen!

Das Forum Seitenstetten versucht Unrecht in unserer Finanzarchitektur sichtbar zu machen, ohne anzuklagen. Wir möchten Hoffnungen und Wege für ein gerechteres weltweites Miteinander rüberbringen, in dem wir uns bemühen, Probleme unserer Geldordnung zu enttabuisieren, über alternative Geldkonzepte zu informieren. Wir bauen, so zu sagen, an der Basis so vieler Initiativen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit unter den Menschen und mit der Natur, unserer Mitwelt, einsetzen.

Wir dürfen, durften, sogar mit zwei Experten zusammenarbeiten, Univ. Prof. em. Heinrich Wohlmeyer und Pfarrer Christoph Körner, welche persönlich massivsten Herausforderungen des Unrechts ausgesetzt waren. Heinrich, 90 Jahre alt, hat in St. Pölten Menschen verhungern sehen, deshalb Int. Wirtschaftsrecht (auch in den USA und in England) und Ökologie studiert. Bauern haben ihn aufgepäppelt, nachdem sein Papa vor dem Abtransport ins KZ verstorben, auch seine Mutter sehr schwer krank geworden war. Heinz ist immer noch bestens informiert, seine Mitarbeit im Kernteam des Forums ist ein großes Geschenk. Christoph hat als evang. Studentenpfarrer in der DDR autodidaktisch für seine Friedensarbeit Wirtschaft studiert. Auch als er schon sehr krank war, wurde er von seiner Frau Karin, Ärztin, noch nach Seitenstetten begleitet. Christoph hat seine Dissertation zum Thema „Die Not und Notwendigkeit politischer Predigt“ geschrieben. Es gab einen Haftbefehl gegen ihn, aber, da kam, gerade rechtzeitig, der Fall der Berliner Mauer.

Papst Johannes Paul II. hat nach der Wende den Polen gepredigt:

Ihr habt den Kommunismus besiegt, lasst euch jetzt nicht vom Kapitalismus besiegen!“

Welches Wissen brauchen wir, um uns nicht weiter besiegen zu lassen? Samirah Kenawi bringt unser Problem auf den Punkt: „Im heutigen Kreditgeldsystem entsteht Geld nicht nur grundsätzlich durch Kreditaufnahme, es verschwindet auch grundsätzlich durch Kredittilgung. Da ein Teil des durch Kredit geschaffenen Geldes jedoch in gigantischen Vermögen gespeichert bzw. in der Finanzwirtschaft für den Handel mit Wertpapieren verwendet wird, können die Kredite, durch die dieses Geld entstanden ist, nicht getilgt werden. Mit den Vermögen wachsen so auch die Schulden. 

Noch problematischer ist, dass die in der Finanzwirtschaft zirkulierende Geldmenge, in der Realwirtschaft zum Bezahlen solider Löhne und damit auch als Kaufkraft für Waren fehlt. Damit die Realwirtschaft nicht infolge Geldmangels zusammenbricht, müssen immer neue Schulden gemacht werden, um immer neues Geld in Umlauf bringen zu können. Da ein Teil des so geschaffenen Geldes jedoch stets als Profit in die Finanzwirtschaft abwandert, erleben wir neben wachsenden Schulden einen immer drückenderen Geldmangel.“

„Herrschaft des Geldes“ bedeutet in alten Volkswirtschaften, nicht bedarfsorientiert, sondern profitorientiert wirtschaften zu müssen. Damit werden Konkurrenzkampf und Gier immerzu noch stärker befeuert. Wachstumszwang braucht auf einer endlichen Welt Investitionen in Rüstung, Krieg und Wiederaufbau. Demokratie konnte durch wirtschaftspolitische Sachzwänge ausgehebelt werden: „Jene die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden, entschieden wird von jenen, die nicht gewählt wurden“, erklärte Horst Seehofer.

Politische Predigt für den Geldfrieden“ kann ich nicht von anderen verlangen. Aber, ich darf und soll weitererzählen, wie Geld funktioniert, warum es Sinn macht hier Verantwortung mit zu übernehmen. Es geht um das Wohl aller Menschen und unserer Mitwelt. DANKE, wenn auch Sie sich Zeit dafür nehmen! Wir sollten endlich darauf verzichten, auf Politiker zu schimpfen! Norbert Häring, Blogger und Aktivist gegen Digidalzwang schrieb in „Endlich Friede, 100 Persönlichkeiten zeigen Zivilcourageäußern“: Wenn wir den Repräsentanten des Systems moralische Verderbtheit unterstellen, dann spielen wir ein Spiel mit, dessen Regeln darauf abzielen, das System, dem sie dienen unsichtbar zu machen. Missstände sind bei den systemischen Ursachen, statt bei den Symptomen und dem Personal anzugehen!

Hier unser Informationsblatt: Bitte, informieren Sie sich und andere über Zusammenhänge, alternative Geldkonzepte, auch mit Kurzgeschichten.

Dazu ein knapp 4-minütiges Video über unser Kernproblem und eine regionale Alternative.

Sozialer Friede, ein Ende der Spaltungen in der Gesellschaft wäre möglich, wenn gewusst würde, dass nicht zuerst „böse Menschen“, sondern strukturelle Probleme in alten kapitalistischen Volkswirtschaften Kriege und Zerstörung durch Raubbau, Verschwendung von Ressourcen, fordern. Alle Kriege, seit den Erbfolgekriegen, waren und sind Wirtschaftskriege. Eugen Drewermann listet in seinen Recherchen im Buch „Von Krieg zu Frieden – Kapital & Christentum“ ganz besonders einprägsam auf, dass Kriege von der „Herrschaft des Geldes“ geplant werden, dass es nichts gibt, wovor der Pentagon und der IWF zurückschrecken würden.

Unvorstellbare Lügen werden in Form von Halbwahrheiten, lückenhaften und einseitigen Berichten von den Medien übernommen. Beim letzten Forum war ein ehemaliger Anwalt für Transaktionen in Seitenstetten mit dabei. Er meinte, wir hätten keine Vorstellung davon, wie grausam Entscheidungsträger manipuliert, verführt, erpressbar gemacht werden. Vor allem auch der viele jahrzehntelange Konflikt im „Nahen Osten“ ist gewollt, er wird vom militärisch-industriellen Komplex der USA genährt.

Eine Psychologin erzählte mir von einem Promipsychiater in England. Dieser wohnt in einem tiefen Wald, er ist nur mit Hubschrauber erreichbar. Den ganzen ersten Tag ihrer Therapie weinen, weinen, weinen Spitzenpolitiker, weil sie sich beständig gegen die Interessen ihrer Enkel entscheiden müssen.

Wirtschaftsleistung könnte in Zukunft mit Gemeinwohl, dem „Bruttoinlandsglück“ gemessen werden, nicht mit dem BIP, welches doch auch mit Krieg, Unfällen und Katastrophen wächst…. Was wir bräuchten, wäre Weltwirtschaft, die sich nicht zwischen Kommunismus und Kapitalismus, also zwischen Pest und Cholera entscheiden müsste, sondern gesund wäre.

Seit 2015 gibt es das Forum Seitenstetten. Wir veranstalten jährlich dreitägig mit Experten und Interessierten für „Schritte in Richtung friedensfähige Geldordnung“. In den Coronajahren wurden wir durch 36 Auswegdialoge via Zoom zu einer Plattform für Gerechteres Gelddenken. Hier zwei Beispiele:

Antworten von Lino Zeddies, Volkswirt aus Berlin: Ein Gespräch zwischen Paul Kirchner von „Human Economy“ Südtirol, dem deutschen Geldphilosophen Anton Winter und Maurizio Degiacomi von der Vollgeldinitiative Schweiz.

Gemessen an Kriterien für Lebensqualität sind längst auch Superreiche Verlierer von „Strukturen der Sünde“, von Systemen und Mechanismen der Geldordnung, die unmoralisches Verhalten fördern, Ungerechtigkeit verstärken und die Würde des Menschen verletzen. Superreiche sind mehr als andere Personen gefährdet an Sinn- und Vertrauenskrisen, an Angstzuständen und Depressionen zu erkranken. Es gibt in jenen Kreisen öfter als anderswo Selbstmorde. Ich hörte, dass es zur Zeit der Krise, um 2009, manchen dieser Menschen so ergangen ist, als hätten sie ein Kind an der Front!

Vor Ostern hat Karin Körner, Christophs Witwe, mich angerufen, von einem jener Männer erzählt, dessen Geld die Welt regiert. Man weiß, dass dieser Mensch unter schweren Angstzuständen leidet. Geld bietet eben keine „Heimat“. Jener Mann könnte dort Heimat finden, wo er Menschen begegnen, mit ihnen zusammen Neues bauen, Fesseln des Unrechts lösen könnte.

Mein Glück war, mich mit Martha Steiger, einer Diplomatin, zu befreunden. Sie hatte als Kind von Diplomaten Zugang zu Familien, deren Geld die Welt regiert. Erziehung erlebte sie dort als hart. Hier wurde, wird vielleicht sogar noch immer (?), Kleinkindern Empathie abtrainiert, um die Überlegenheit gegenüber Regierungen in der Familie zu erhalten. Wie bitterarm sind doch diese Menschen!

Wie konnte es dazu kommen, dass Banken mächtiger sind als Regierungen? Der Start des jetzigen Systems erfolgte 1695, als dem verschuldeten englischen König Willhelm III. Geld angeboten wurde, gegen das Recht, Banknoten herausgeben zu dürfen. Damit war die Bank of England gegründet. England konnte mit dieser „Geldmaschine“ das Weltfinanzsystem an sich ziehen. Dieses De-facto-Beherrschungssystem ging durch den 1. WK verloren. Die US-Hochfinanz trotzte dem verschuldeten England die Führungsrolle ab. England wurde zum „Juniorpartner“ der USA.

Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, sagte bereits am 21.11.1864: „Die Macht des Geldes beutet eine Nation in Friedenszeiten aus, und verschwört sich gegen sie in Kriegszeiten. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie und egoistischer als eine Bürokratie. Ich sehe in naher Zukunft eine Krise herannahen, die mich verunsichert und mich erzittern lässt, vor Sorge um die Sicherheit meines Landes. Großunternehmen wurden inthronisiert, eine Ära der Korruption in oberen Stellen wird folgen und die Macht des Geldes im Land wird alles daransetzen, ihre Herrschaft zu verlängern, wobei die Vorurteile der Menschen so lange bedient werden, bis der Reichtum in einigen wenigen Händen konzentriert und die Republik zerstört ist.“

John F. Kennedy wollte Freundschaft mit der UdSSR, und, er hat ein in der Verfassung verankertes Recht des Senats, selbst Geld in Umlauf zu bringen genutzt, um Geld zu drucken.

(Die FED gehört privaten Großbanken.) Jene Scheine wurden nach dem Mord vernichtet.

Auch prominente Banker wissen zu wenig über Zusammenhänge der verheerenden Auswirkungen derzeitiger Kreditgeldschöpfung. Eine Reihe von ihnen hat sich in der Schweiz 2008/09 das Leben genommen. Sie hätten wissen müssen, dass Geld nur durch das Vertrauen der Bürger gedeckt ist. „Geld“ wird an den Unis falsch oder gar nicht gelehrt. Sogar bei Menschen, die nur relativ wenig Geld „supergut“ angelegt haben, kann es, stellen Sie sich vor, „Friedensangst!!!“ geben. Wenn Frieden in der Ukraine möglich wäre, würden nämlich die Aktien von Rheinmetall fallen! Die Herrschaft des Geldes nutzen zu können, auf ihre Versprechungen hereinzufallen, wird zu einer erbärmlichen Ersatzbefriedigung für den wahren Sinn des Lebens. Geld als vorrangiger „Lebensinhalt“ verlangt endlos nach immer mehr, auch an Dingen. 80% der jungen Psychologen finden ihre „besten“ Jobs in der Werbung!

Unser Glück kann nicht individuell gedacht werden! Es wäre so die große Sache, wenn Sie Freude daran hätten, in einem überparteilichen, interdisziplinären, interreligiösen Füreinander, zum Wohle ALLER Gesellschaftsschichten, daran mitzuarbeiten, die Geldordnung zu enttabuisieren. Alle könnten im Wandel ihr Gesicht und ihre Grundinteressen wahren, weil es sich zuerst um strukturelle Probleme handelt! Es werden zwar unvorstellbar grausam Schwachstellen unserer Finanzarchitektur ausgenutzt, um Menschen indirekt zu versklaven und unsere Mitwelt zu zerstören, aber, das geschieht aus Mangel an Empathie, einer Behinderung! Wie einem kleinen Kind, das mit Feuer oder geladenen Waffen spielt, müssen wir sozial behindert gemachten Mitmenschen die Gefahr aus der Hand nehmen, ihnen besseres dafür anbieten: unsere Freundschaft, die Möglichkeit, den Wandel aus Eigeninteresse mitzugestalten! Lieblingsspielzeug wegzunehmen kostet Tränen, aber, man würde danach, im Erkennen der eigenen Gefahr in der man lebte, sehr dankbar sein für ein völlig neues Leben!

Wie kann ich Menschen lieben, die sehr, sehr Böses tun, bewusst Kriege verursachen, um dadurch mehr an Macht und Gewinne einzufahren? In dem ich an das Gute in jedem von ihnen glaube, es zu sehen lerne. In dem ich auf die Kreativität und Liebesfähigkeit aller hoffe und mit Nachrichten von Verbrechen als gläubiger Mensch ins Gebet gehe. Oder, wenn ich nicht an absolute Liebe als Person glaube, „der Liebe vertraue“. Marshall Rosenberg sagte: „Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch jedes Menschen Herz! Es kommt darauf an, welche Seite ich in mir und in anderen füttere! Liebe ist der einzige Weg, um befreit von Irrtümern, glücklich füreinander zu leben. Wahrheit braucht Liebe, um gesagt werden zu können. Wie unreifen Kindern müssen für eine zukunftsfähige Geldordnung Grenzen gesetzt, mit sehr viel an Empathie, aber auch Selbstverständlichkeit, zerstörerische Entscheidungen verhindert werden.

Es gibt über 10 000 regionaler Währungen weltweit, die bereits als Lernfelder für gerechtere (inter-) nationale Währungen gesehen werden können. Unter 2.2.2 auf unserem Infoblatt, Link siehe oben, finden Sie mein Lieblingsbeispiel. Diese Busfahrscheinwährung zeigt besonders deutlich, wie sehr Wohl und Wehe der Menschen von der Geldordnung abhängen. Von außerhalb Europas findet man wenig über Komplementärwährungen im Internet, weil dort die Gefahr von Verboten besteht.

Jimmy Gerum von Mediendialog sieht die Möglichkeit den Wandel zu initiieren vor allem in Europa. Wir sind noch frei und wohlhabend genug, um uns zu vernetzen und Verantwortung zu übernehmen. Die Freude daran, füreinander an einer gerechteren Geldordnung zu bauen, kann ein wichtiger Impuls werden, um Kreativität und Liebesfähigkeit vieler Menschen zu nähren. Nach Richard Douthwaite könnte Geld in seine Aufgaben entflochten werden. Mit einer „eingefrorenen“ Wertaufbewahrungswährung, die für vernünftigen Konsum in (inter-) nationale Währungen eingetauscht werden könnte, wäre es Superreichen möglich leistungslos weiterzuleben, aber eben nicht weiter zu herrschen!

Das Forum Seitenstetten wird von Menschen getragen, die als Interessierte und Experten hier mitarbeiten. Finden Sie unter www.forum-seitenstetten.net viele spannende Videos und Beiträge, sowie Ergebnisse unserer Foren. 2024 haben wir dem UN-Generalsekretär und vielen weiteren Entscheidungsträgern geschrieben, um Vorbereitungsarbeiten und die Durchführung einer nach 80 Jahren dringend notwendigen neuen Weltwährungskonferenz gebeten. Wir haben auch damit begonnen, dafür Unterschriften zu sammeln. So lange, bis klar war: Ob wir nun 2 000 oder 200 000 Unterschriften dafür erreichen würden, wäre egal. Von Regierenden könnte derzeit, ohne dass genügend Leute an der Basis unsere Situation verstehen, keine solche Initiative ausgehen.

Damit aber wurde die Idee geschenkt, beim heurigen Forum, von 7. – 9. September 2026, Wege zu ebnen für eine Weltwährungskonferenz. Das Programm braucht noch etwas Zeit!

Mit allerbesten Wünschen und herzlichen Grüßen, Josefa Maurer

Kontakt: josefa@forum-seitenstetten.net Tel.: 0043 (0)7477 44731

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