Gespaltene Kerbhölzer sind eine Möglichkeit, ein Verrechnungsmittel ohne vorherige Kapitalakkumulation direkt im Handel entstehen zu lassen. Es braucht dazu nur ein Stück Holz sowie ein Messer oder ein Beil.
Das Holzstück wird so gespalten, dass ein Gläubigerholz mit Kopfteil und ein kleineres Quittungsholz entstehen. In den Kopf des Gläubigerholzes wird die Hausmarke der Familie eingeschnitten, die das passende Quittungsholz besitzt.
Bei jeder Transaktion/jedem Einkauf werden Gläubiger und Quittungsholz passgerecht zusammengelegt. In beide Teile werden für jede Wertübertragung gleichzeitig entsprechend viele Kerben in beide Teile geschnitten. Wird der durch Kerben aufgezeichnete Wert schließlich durch eine äquivalente Gegenleistung ausgeglichen, werden beide Teile dieses gespaltenen Kerbholzes zerbrochen und dann vielleicht zum Feuer machen verwendet.
Wo Kerbhölzer als Verrechnungsmittel zum Abwickeln von Tauschgeschäften verwendet wurden, war Eigenkapital keine Voraussetzung für Handel.
Konnte die Schweiz mitten in Europa, umgeben von Monarchien, möglicherweise gerade deshalb demokratische politische Strukturen entwickeln und bewahren, weil der lokale und regionale Handel größtenteils mit Kerbhölzern abgewickelt wurde?
Gespaltene Kerbhölzer sind eine Möglichkeit, ein Verrechnungsmittel ohne vorherige Kapitalakkumulation direkt im Handel entstehen zu lassen. Es braucht