Geld in der Friedensarbeit – Ein Brief von Josefa Maurer

Unser Geld soll dienen, nicht regieren!

Sehr geehrte, liebe alle, die Sie Friedensarbeit leisten!

Immer wieder neu ermutigen mich vor allem auch Worte von Papst Leo XIV., daran zu glauben, dass wir im Miteinander nicht mehr lange jenen Problemen unserer Geldordnung ausgeliefert sein werden, die übergroßes Unrecht und Kriege erzeugen. Bereits eine Enttabuisierung wirtschaftspolitischer Sachzwänge würde uns dem Frieden näherbringen. Alle könnten im Wandel ihr Gesicht und ihre Grundinteressen wahren! Sündenbock ist, nach Karl-Heinz Brodbeck, Autor von „Die Herrschaft des Geldes“: „Die Herrschaft des Nichtwissens!“  

2009 wurde ich gebeten das interdisziplinäre, ökumenische Projekt der Technischen Uni Dortmund „9,5 Thesen gegen den Wachstumszwang und für ein christliches Finanzsystem“, bekannt zu machen. Ich schrieb sehr viele Briefe. Diese Thesen hingen am Reformationstag nur an wenigen katholischen und evangelischen Kirchentüren. Heute spüren mehr Menschen als damals, dass irgendetwas mit dem Geld nicht in Ordnung ist. Friedensarbeit heute, ist, ohne die Probleme der Geldordnung zu kennen, aus meiner Sicht Symptombekämpfung.    

Immer mehr Menschen erkennen in der Geldfriedensarbeit den Hebelpunkt zur Beseitigung unserer Krisen. Sie finden in diesem Brief knappe Informationen mit div. Links und ermutigende Geschichten von Vorbildern der Friedensarbeit. Unsere Geldordnung kann, strukturbedingt, weil sie Wachstum braucht, nur zu Beginn einer Volkswirtschaft gut funktionieren. Siehe unten, „Neues Geld – Neue Welt“, Seite 14. Es wäre genial, wenn Sie dies in Ihren Freundeskreisen und Aussendungen berücksichtigen würden. Jeder, der bereit ist sich und andere zu informieren, arbeitet mit an der Vorbereitung einer dringend notwendigen neuen Weltwährungskonferenz.

Papst Franziskus erkannte als Ursache von KriegenWirtschaftssysteme, die nur dann überleben, wenn es Krieg gibt.“ 9. Letzter Absatz. Die Wirtschaft muss wachsen, damit derzeitiges Geld funktionsfähig bleiben kann. Sie wächst durch Vergeudung kostbarer Rohstoffe. Auch wenn div. Produkte gar nicht gekauft werden, bringen sie Investoren Profite. Besonders profitträchtig aber sind Investitionen in Rüstung, Krieg und den Wiederaufbau. So können sich Regierungen gezwungen fühlen, Kriege zu provozieren. (Die Schützen vom Maidan wurden von einem Georgier und einem US- Amerikaner geführt.)

Hitler hatte seinen Aufstieg der Arbeitslosigkeit zu verdanken. Diese hätte verhindert werden können, wenn die Idee vom Wörgler Notgeld von der Nationalbank übernommen worden wäre. In diesem Film wird besonders eindrücklich gezeigt, dass Wohl und Wehe der Menschen davon abhängig sind, wie unser Geld funktioniert. Allerdings, im Film gibt es erfundene Geschichten, um ihn spannender zu machen. Die beiden Priester von Wörgl haben ihren Bürgermeister massiv mit Überzeugungsarbeit unterstützt.

Überaus spannend ist die Geschichte des Geldes, siehe „Segen und Fluch des Geldes“. Beispiel: „Gemeinschaftsgeld“   Colonial Scrip, im 18. Jh. in den englischen Kolonien der heutigen USA. Dieses Papiergeld wurde herausgegeben für die Ausgaben der Regierung, es entstand durch Arbeit, jeder konnte sein Geld verdienen. Man war niemandes Schuldner. Ein Jahr nach dem Verbot der Colonial Scrip, waren auch in den Kolonien die Straßen voll von Arbeitslosen und Bettlern. Bankengeld war zu teuer.

Wie konnte es dazu kommen, dass Banken mächtiger sind als Regierungen? Der Start des jetzigen Systems erfolgte 1695, als dem verschuldeten englischen König Willhelm III. Geld angeboten wurde, gegen das Recht Banknoten herausgeben zu dürfen. Damit war die Bank of England gegründet. England konnte mit dieser ‘Geldmaschine’ das Weltfinanzsystem an sich ziehen. Das de facto Beherrschungssystem ging durch den 1. WK verloren. Die US-Hochfinanz trotzte dem verschuldeten England die Führungsrolle ab. England wurde zum ‘Juniorpartner’ der USA.

Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, sagte bereits am 21.11.1864:

„Die Macht des Geldes beutet eine Nation in Friedenszeiten aus, und verschwört sich gegen sie in Kriegszeiten. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie und egoistischer als eine Bürokratie. Ich sehe in naher Zukunft eine Krise herannahen, die mich verunsichert und mich erzittern lässt, vor Sorge um die Sicherheit meines Landes. Großunternehmen wurden inthronisiert, eine Ära der Korruption in oberen Stellen wird folgen und die Macht des Geldes im Land wird alles daransetzen, ihre Herrschaft zu verlängern, wobei die Vorureile der Menschen so lange bedient werden, bis der Reichtum in einigen wenigen Händen konzentriert und die Republik zerstört ist.“

Abraham Lincoln

Vorurteile sind:

  • Dass Geld wie ein Naturgesetz funktioniert. Nein, was Menschen erdacht haben, kann verändert werden!
  • Dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Kapitalismus, oder Kommunismus. Also nur die Wahl: Pest oder Cholera. Nein, unsere Geldordnung könnte auch gesund sein!
  • Regierungen sind schuld. Nein! Es geht um ein Gemisch von zu wenig an Hintergrundwissen – Geld wird an den Universitäten falsch oder gar nicht gelehrt – und manipuliert, erpressbar gemacht werden. 
  • Die Reichen tragen die Schuld. Nein! Auch Fondmanager wissen z. T. nicht, was ihre Entscheidungen bewirken. Manches spricht dafür, dass in Familien „deren Geld die Welt regiert“, Empathie abtrainiert wird, um die Überlegenheit gegenüber Regierungen in der Familie zu halten. 

Sehen – Urteilen – Gewaltfrei handeln: von der Friedensforschung lernen

Aus dem Ausstellungsführer „Segen und Fluch des Geldes“ von Dr. Marianne Schallhas

  1. Analyse: das Unrecht sehen und benennen, die Pfeiler, die das Unrecht stützen erkennen
  2. Entwicklung einer Strategie: Welche Pfeiler des Unrechts kann man am ehesten abbauen? Wer kann am ehesten für Zusammenarbeit gewonnen werden? Wie gehen wir vor? (Schulungen in den Grundlagen und Methoden der aktiven Gewaltfreiheit,…)
  3. Arbeit an der Alternative: Den Dialog suchen, an die Öffentlichkeit gehen, Lösungsvorschläge einbringen, an einer parallelen Gesellschaftsstruktur arbeiten, mit kleinen Schritten im eigenen Leben beginnen.

Jean Goss und Hildegard Goss-Mayr sind der Einladung von Papst Johannes XXIII. gefolgt, der Laien ermutigte, sich am II. Vatikanischen Konzil zu beteiligen. Dadurch konnten sie, gemeinsam mit vielen Bischöfen, ein weltweites Netz von Gruppen aufbauen, die sich im Geist der aktiven Gewaltfreiheit für Gerechtigkeit und Frieden einsetzten.

Die aktive Gewaltfreiheit basiert auf der absoluten Achtung vor jedem Menschen und arbeitet auf der Ebene des Gewissens. Ihr Ziel ist die Befreiung vom Unrecht – sowohl der Opfer wie auch der Täter.

Für Geldfriedensarbeit brauchen wir Schlüsselkompetenzen zur Überwindung von Gewalt: Der norwegische Friedensforscher Johan Galtung zeigt in seinen Arbeiten auf, dass die direkte Gewalt ihre Wurzeln immer in struktureller und kultureller Gewalt hat, sodass die Arbeit für den Frieden auf allen drei Ebenen gleichzeitig ansetzen muss.

Dazu bedarf es dreier Schlüsselkompetenzen, die trainiert werden können und müssen:
Gewaltfreiheit, Kreativität und Empathie!

Direkter Gewalt muss durch die Förderung und Einübung von Methoden gewaltfreier Konfliktbewältigung entgegengearbeitet werden.

Zur Überwindung struktureller Gewalt bedarf es auch der Förderung der Kreativität. Im Falle der ungerechten Struktur des Geldwesens beinhaltet dies unter anderem die Arbeit an alternativen Geldmodellen.

Kulturelle Gewalt wird durch die Stärkung von Empathie transformiert. Das ist die Fähigkeit, andere und auch sich selbst von innen her besser zu verstehen.

Direkte Gewalt, bis hin zum Krieg, ist nur die Spitze des Eisbergs. Um sie nachhaltig zu überwinden, müssen immer alle drei Seiten gleichzeitig bearbeitet werden.

Die Geschichte von Jean Goss

Aus der Geschichte von Jean Goss: Jean Goss war 28 Jahre alt, hatte Tage und Nächte hindurch sehr viele deutsche Soldaten getötet, als er sich plötzlich darüber klar wurde, dass er nicht Hitler, sondern Bauern und Arbeiter, wie auch er einer war, umgebracht hatte.

Mitten in dieser Situation hatte Jean ein massives Gotteserlebnis.

Aus dem Brief an einen Freund: Eines Tages, kurz bevor ich gefangen genommen wurde, erwachte ich plötzlich, wie außer mir. Mit einer ungeheuren Kraft brachen Friede und Freude in mir aus, ich hätte mein Glück hinausschreien können. Ich war erfüllt von Vertrauen, Geborgenheit und Frieden. Völlig unverständlich, denn ich war mitten im Krieg. Meine Seele durchdrang eine immense Liebe zu allen Menschen, Freunden, Feinden, ich war voller Verlangen, diese Liebe weiterzugeben. 

Jean spürte, dass er lehren sollte zu lieben, wie Gott liebt.

Als Zwangsarbeiter bei der Rübenernte in Norddeutschland ermahnte er seinen Kameraden, der missmutig arbeitete. Er wäre kein Christ, wenn er jenem Großbauern nicht mit Freude dienen würde. Dieser war Priester und ermutigte ihn, im Gefangenenlager von seiner Erfahrung zu erzählen. Jean bat um Hilfe, die Kameraden sollten ihm helfen, sich beständig für die Liebe zu entscheiden. Kommunisten, Atheisten, haben ihn viel schneller verstanden als Christen. Diese dachten, es wäre unmöglich, beständig die Liebe zu leben. Jean wurde ermutigt, z. B.: sich den kleineren Erdapfel zu nehmen. Einmal wurde ein Verbrechen begangen. Der Lagerleiter verkündete, dass es so lange nichts zu essen gäbe, bis sich der Täter gemeldet hätte. In der Nacht kam ein Kommunist zu Jean, fragte, ob er wüsste, was jetzt zu tun wäre. Jean wusste es, er dankte, alleine hätte er es nicht gewagt. Morgens ging er zum Lagerleiter und sagte, dass er die Verantwortung für diese Tat zu übernehmen habe. Der Lagerleiter war außer sich, er schrie: „Hinaus, du nicht!“ Er war selbst der Täter gewesen, man sah, wie er abgeführt wurde. In mehreren Lagern, in 5 Jahre Gefangenschaft, haben sich immer wieder so 7 – 8 Gefangene gefunden, die totale Liebe leben wollten, aber auch die anderen Lagerinsassen entwickelten in Jeans Baracken ein sehr, sehr gutes Miteinander. 2x haben SS- Leute Jean das Leben gerettet.

Seine Frau Hildegard war Tochter des Friedensaktivisten und Mitbegründers des Internationalen Versöhnungsbundes, Kaspar Mayr in Wien. 

Unser Bergpredigtpazifist Dr. Stefan Matzenberger war im Schindelmacherhaus, an der Gemeindegrenze von Seitenstetten daheim. Er musste gleich nach der Matura einrücken und wurde an der Ostfront schwer verwundet, blind. Es gelang ihm, dank seiner Vorleser, Jus zu studieren und sein Leben der Friedensarbeit zu widmen. Matzenberger schrieb knapp 20 000 Friedensbriefe nach Ost und West und ca. 500 Friedensartikel und Leserbriefe. Er hielt 250 Vorträge für den Frieden und 100 Friedensdiskussionen, damit konnte er sehr viel bewirken. Er schrieb zwei Bücher: „Von der Friedenspolitik zur Friedensethik“ und „Pazifismus im Atomzeitalter“. Sein erster Vorleser war der 11-jährige Bruder, der dafür oft in der Schule fehlte. Matzenbergers bester Freund und Lehrer war DDDDr. Johannes Ude, einer der letzten beiden Moraltheologen in Österreich, die noch zur Kapitalismuskritik publiziert haben. Ude, ehem. Dekan der Theolog. Fakultät Graz, war davor auch im Haus von Bürgermeister Unterguggenberger in Wörgl zu Gast. Matzenberger hat die Geldfrage nur erwähnt. In seiner Zeit, nach dem Neuanfang, konnte unser Geld ja noch sehr gut funktionieren. Stefan Matzenberger wurde vielen Besuchern Ratgeber und Tröster.

Hier das Christogramm von der Stubendecke im alten Schindelmacherhaus.

Es gibt weltweit sehr, sehr viele Bemühungen für eine gerechtere, friedensfähige Geldordnung. U. v. a., je nach Zählweise 3 000 bis über 10 000 Komplementärwährungen, die regional auch als Lernfelder für gerechtere (inter-) nationale Währungen dienen.

Am 27., 28. Juni 2025 fand im Rathaus Treptow in Berlin ein Geldsymposium statt, bei dem sieben alternative Geldkonzepte vorgestellt und in einem großen Miteinander überlegt wurden. Geld könnte durch Arbeit in die Welt kommen, oder nur von Notenbanken geschöpft werden. Damit wären private Banken Dienstleister wie alle anderen, Staaten müssten sich nicht mehr verschulden. Es wäre immer genug Geld da, um sinnvolle Arbeit zu bezahlen. Die große Frage ist: Wie kommen wir von dem, was jetzt ist, zu einer Geldordnung, die allen Menschen und der Schöpfung dient? Wie kommen wir aus Mangelgefühlen und dem Stress der Kreditgeldschöpfung zur Zufriedenheit, zu Vertrauen in den wahren Sinn des Lebens?

Wie in Wörgl brauchen wir Wissen, wie das des Bürgermeisters und überparteiliches Miteinander, Vertrauen darauf, dass jeder Mensch kreativ und liebesfähig erschaffen wäre. Wir brauchen Mut wie Bürgermeister Unterguggenberger und seine Mitstreiter. Pfarrer Franz Wesenauer, damals Kooperator in Wörgl, später Stadtpfarrer in Salzburg, wurde zum 90. Geburtstag interviewt, u. a. gefragt, wann er am meisten Angst gehabt hätte in seinem Leben. Wesenauer konnte Juden zur Flucht verhelfen, ein jüdisches Kind in einer Familie verstecken. Er hat Jugendstunden in der Sakristei abgehalten, was in der NS- Zeit streng verboten war. Tag und Nacht war seine Tür für Obdachlose und Haftentlassene offen. Als Greis ist es „Onkel Franz“ noch gelungen, einen bewaffneten Banküberfall mit Geiselnahme in der Altstadt zu beenden. Wann aber hatte er am meisten Angst? Am Tag bevor in Wörgl jene Arbeitswertscheine in Umlauf kamen. Seine große Sorge war, dass die Arbeiter nicht genügend für ihren Lohn würden einkaufen können.

Ich hatte das Riesenglück, einer Diplomatin des Vatikans zu begegnen, mich mit ihr zu befreunden. Martha Steiger blieb vor Gebäuden, aus denen man sie hinausgetragen hatte, sitzen, bis sie die gewünschte Person sprechen konnte. Es war ihr möglich große Hilfe zu bringen, für allerärmste Menschen, z. B. Freiheit für Gefangene eines ganzen Straflagers in afrikanischer Wüste. Seit ich Martha, sie ist schon verstorben, kenne, schätze ich die Kirche und ihre Möglichkeiten ganz besonders.  

Als Tochter von Diplomaten hatte Martha Einblick in jene Familien, deren Geld die Welt regiert. Sie erlebte Erziehung dort als hart. Empathie kann abtrainiert werden, um die Überlegenheit gegenüber Regierungen in der Familie zu halten! 

Jean Ziegler meint: „Um jeden menschlichen Preis ungemessenen Reichtum erwerben zu wollen, ist ohne Zweifel eine peinigende seelische Krankheit…. die Mitleid verdient.“

Jeder von uns kann zur Liebe eines Jean Goss finden, auch ohne Gott derart intensiv zu erleben, wie es Jean geschenkt wurde. Jeder von uns kann „Recht studieren“ (die Geldordnung verstehen lernen), autodidaktisch, in wenigen Stunden, auch ohne zuvor maßlose Qualen erlitten zu haben wie Stefan Matzenberger.

Wir brauchen, nach über 80 Jahren, eine neue Weltwährungskonferenz! Klar, es gibt Menschen, die wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. So wie damals in Wörgl, als das Notgeld verboten wurde. Heute aber wäre dieser so große Irrtum, das gutes, erfülltes Leben auf Kosten anderer möglich ist, überwindbar. In dem wir die Wahrheit in Liebe denken, aussprechen, schreiben, versuchen wir „leeren Herzen“, welche nach Macht streben, Kreativität für das Gute zuzutrauen. Damit ist es uns geschenkt, Wunder vorzubereiten. 

Die Herrschaft des Geldes ist in manchen Bereichen mit der NS-Zeit vergleichbar: Anna Strasser erzählte von SS- Leuten, die ihren Widerstand in Mauthausen unterstützt, sie beschützt, sich bei ihr „ausgeweint“ haben. Anna wurde erst im September 1944 verraten. Sie hat das Urteil KZ überlebt. Ich durfte Anna Strasser in ihren letzten drei Lebensjahren begleiten. Ihr für mich wichtigster Satz war: „Überall gibt es gute Menschen!“

Jeder Mensch hat die Möglichkeit ein guter Mensch zu werden. Wenn er das nicht werden möchte, dann ist es unsere Aufgabe, ihm, sorgfältig wie einem Kind, gefährliches Spielzeug aus der Hand zu nehmen, ihm dafür etwas Besseres anzubieten. Gemessen an Kriterien für Lebensqualität sind längst auch Superreiche Verlierer. Mehr als andere sind sie gefährdet an Sinn- und Vertrauenskrisen, an Angstzuständen und Depressionen zu erkranken. Eine Psychologin erzählte: In reichen Familien passieren Selbstmorde öfter als in anderen.

Dank moderner Technik wäre heute, ohne Wachstumszwang und Konkurrenzdruck, für ein gutes Leben weit weniger an Erwerbsarbeit ausreichend.

Bitte, nehmen Sie sich Zeit für dieses Video, wenn auch nur für die Vorbemerkungen von Sven Hartberger! 

Familien, die heute großen Luxus genießen, sollen sich diesen weiterhin leisten können, solange er keinen Schaden stiftet. Vielleicht durch in einer Wertaufbewahrungswährung „eingefrorenes Geld“ nach Richard Douthwaites Idee, die Aufgaben des Geldes zu entflechten. Die Frage wie und wo ein notwendiger Währungsschnitt ansetzen sollte, braucht Zeit für ein sehr breites, empathisches, interdisziplinäres Miteinander.  

Schon vor Jahren hörte ich von Psychologen, dass es in England einen Promipsychiater gibt, in einem tiefen Wald, nur mit Hubschrauber erreichbar. Den ganzen ersten Tag ihrer Therapie weinen, weinen, weinen Spitzenpolitiker, weil sie sich beständig gegen die Interessen ihrer Enkel entscheiden müssen! Wer, wenn nicht Friedensbewegungen, gemeinsam mit den Kirchen, in einem interreligiösen, interdisziplinären Miteinander, könnte aus solcher Knechtschaft befreien? 

Das Weltsozialprodukt beträgt derzeit 101 Billionen USD. Die weltweiten Schulden, ohne die ausgelagerten Wertpapiere, betragen 330 Billionen. (Derivate, also Schulden in „Geldblasen“, gibt es ca. 1 000 Billionen, also 1 Billiarde.)

Hingegen Geld, also Schulden der Banken, gibt es 30-35 Billionen. Davon sind 3 Billionen gesetzliches Zahlungsmittel, also Zentralbankgeld.

Wir haben also 10 x mehr Schulden als Guthaben, ohne die Finanzblasen. Und dafür müssen Zinsen gezahlt werden!

Aus Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 22.03.14, 00:08 Uhr

Die britische Zentralbank gesteht öffentlich ein, dass Geld nur ein spezieller Schuldschein ist. Geschäftsbanken würden Geld praktisch aus dem Nichts erschaffen. Gedeckt sei es ausschließlich durch das Vertrauen der Bürger, so die Bank of England.

Es müsste erlösend sein für alle, diese Situation zu enttabuisieren und Geld neu zu gestalten!

Links und Literatur, eine sehr kleine Auswahl:

„Neues Geld – Neue Welt“ https://monneta.org/wp-content/uploads/2017/03/Neues-Geld-Neue-Welt-V2.pdf von Tobias Plettenbacher, kann man gratis herunterladen.

André Derndarsky, Wien, hat für die Weihnachtsnummer seiner Ordenszeitung 2008 „Neues Geld – Neue Welt“ kurzgefasst. Als Titelbild entschied er sich für „Cronos frisst seine Kinder“. https://www.kalasantiner.at/wp-content/uploads/2014/05/2008-4.pdf

„Falschgeld – die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit“ von Samirah Kenawi, hier ein Video mit ihr dazu die Erklärung als Grafik https://www.youtube.com/watch?v=VdHl3xNf0qA

„Monetäre Modernisierung“, Zur Zukunft der Geldordnung: Vollgeld und Monetative“ von Joseph Huber. Aus der Schweiz: https://www.vollgeld-initiative.ch/2-minuten-info/ 

Unser Informationsblatt mit vielen Links.

Mit diesem Link finden Sie konkrete Möglichkeiten, wegweisenden Umgang mit Geld zu stärken. In Kooperation mit der Steinbeis Uni in Berlin, kann in Wien ein universitär anerkannter Lehrgang für Gemeinwohl angeboten werden. www.gemeinwohlakademie.at

Millionen werden gespendet, nur, täglich fließt über eine Milliarde von wirtschaftlich schwer benachteiligten Ländern in „sinnlose Meere von Geld“. 2025 sollte Schuldenerlassjahr werden! Zum Schuldenreport von Miseror

Die Broschüre „Gewaltlosigkeit Jesu – eine Kraft, die Frieden schafft“ über Goss-Mayrs ist zu beziehen: Beim Internationaler Versöhnungsbund Lederergasse 23/3/27, A 1080 Wien

Tel.: 0043 (0)1 408 5332

Für diesen Text verantwortlich: Josefa Maurer, Tannengasse 1, A 3352 St. Peter/ Au

Tel.: 0043 (0)7477 44731, maurerjosefa@gmx.at www.forum-seitenstetten.net

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